Travestito persona durante il carnevale in Alto Adige

Vinschgauer Faschingsbräuche

Costumi del Proder Maschger in Alto Adige

Von den Proder Maschgern und geschlagenen Scheiben

Die Zeit der Narren, des Scherztreibens und der Ausgelassenheit steuert zum Unsinnigen Donnerstag ihrem Höhepunkt entgegen – das merkt man auch in Südtirol. So sehr der Fasching auch überall sein Treiben walten lässt, so regional unterschiedlich sind auch die mit ihm einhergehenden Bräuche. Jede Talschaft feiert etwas anders und hat meist ihre individuellen Traditionen rund um die lustige Zeit.

Proder Maschger

Verkleidete Person im Fasching in Südtirol

Kostüme der Proder Maschger in Südtirol

Was oder wer sind die Proder Maschger? Um dieses Brauchtum kennenzulernen, begibt man sich am besten direkt vor Ort nach Prad am Stilfserjoch, und zwar am Faschingssonntag oder -dienstag. „Proder Maschger“ nennt sich nämlich eine Truppe bestehend aus acht Paaren und dem sogenannten Bajaz. Bauer und Bäuerin, Herr und Frau, Mohr und Mohrin, Steyrer und Steyrerin, Tschigeiner und Tschigeinerin, Tuxner und Tuxnerin, Zillertaler und Zillertalerin sowie Zoch und Pfott ziehen – begleitet von einigen Musikern – von Gasthaus zu Gasthaus. Dort wird getanzt und getrunken und mit den Gästen gescherzt. Für Erheiterung sorgt neben der kreativen Kostümierung, natürlich vor allem auch das ulkige Gebaren der Figuren.

Scheibenschlagen

Rund um den Übergang von der Vergnügungs- zur Fastenzeit ranken sich vor allem Feuerbräuche. Im Alpenraum feiert man den ersten Fastensonntag als Funkensonntag und praktiziert in vielen Orten das Scheibenschlagen. Auch im Vinschgau spielen die glühenden Scheiben eine Rolle. Sie gehören zum Funkenbrauch. Wie bei Sonnwendfeuern werden große Türme aus Holz errichtet, die man hier „Kasfängga“ oder auch „Hex“ nennt. Nach Einbruch der Dunkelheit werden diese unter lautem Geschrei entzündet, um damit die Dämonen des Winters zu vertreiben und um Fruchtbarkeit zu bitten. Dann kommen die Scheiben zum Einsatz: dabei handelt es sich um Holzscheiben, die auf Haselnussruten ins Feuer gehalten werden, bis sie glühen. Dann werden die Scheiben auf den Stecken begleitet mit einem jahrhundertealten Spruch umher geschwenkt und schließlich in die Nacht geschleudert. Je weiter eine Scheibe fliegt, desto mehr Glück soll dem Werfer und derjenigen Person, der der Spruch gewidmet war, zuteilwerden.

Fasching in Südtirol feiern

Ob Sie sich selbst maskiert unter die Menge mischen, dem Faschingstreiben aus sicherer Entfernung zusehen oder im Februar einfach die Winterlandschaft mit all ihren sportlichen Möglichkeiten genießen möchten, im 4-Sterne-Superior-Hotel Leitlhof sind Sie jederzeit willkommen!

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Dietmar Walder

Dietmar Walder

Ich bin Dietmar Walder, wohne in Innichen und arbeite im Leitlhof an der Rezeption. Dort kümmere ich mich um das Marketing, die Kommunikation und die Werbung.
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