Sagenhafte Dolomiten

Die Dolomiten in Südtirol faszinieren mit seinen schroffen Felsformationen, malerischen Seen und herrlichen Lärchenwiesen immer wieder aufs Neue. Heute wie auch damals konnten sich dessen Bewohner und Besucher seinem Zauber nicht entziehen. So entstanden im Laufe der Zeit mehrere Sagen, die heutzutage noch erzählt werden und die die Faszination Dolomiten noch deutlicher werden lässt.

Südtiroler Sagen aus dem Hochpustertal

Drei unterschiedliche Sagen aus Südtirol und dem Hochpustertal rund um die Sextner Berge sind dessen Bewohnern heute noch bekannt. Dazu gehören die Sagen zu den Bleichen Bergen, zum Riesen Haunold sowie zum mysteriösen Wesen „Olperl“.

Sage aus den Dolomiten: Die bleichen Berge

Drei Zinnen in den Dolomiten

UNESCO Welterbe – Die Dolomiten

Einst gab es einen traurigen Königssohn, der sich eine Reise zum Mond wünschte. Als er sich eines Nachts im Wald verlief, traf er auf zwei Männlein vom Mond, die ihm diesen Traum erfüllen konnten. Zu seinem Glück verliebte er sich dort auch noch in die Tochter des Mondkönigs und schenkte ihr daraufhin strahlend rote Alpenrosen. So verliebte sich auch die Mondprinzessin in den Königssohn und kehrte mit ihm nach einiger Zeit auf die Erde zurück, da der Prinz vom vorherrschenden Weiß auf dem Mond allmählich zu erblinden drohte.

Ein ähnliches Schicksal ereilte auch die Mondprinzessin, als diese auf der Erde lebte. Sie fürchtete von den großen schwarzen Bergen ringsum erdrückt zu werden. In Folge dessen reiste der Prinz mit der Prinzessin zurück auf den Mond. Um nicht vollständig zu erblinden, musste der tief betrübte Prinz jedoch ohne die Prinzessin wieder auf die Erde zurückkehren.

Glücklicherweise hatte der Prinz wiederrum eine segensreiche Begegnung: Ein Zwerg aus einer Höhle versprach ihm Hilfe, wenn er dessen Volk ein Land zum Leben zusicherte. So kamen eines Nachts die Zwerge auf die schwarzen Berge und hüllten diese solange mit den leuchtenden Fäden des Mondes ein, bis diese weiß leuchteten. Der Prinz und die Mondprinzessin wurden alsdann wieder vereint und regierten glücklich bis zu ihrem Lebensende. Seither tragen die Dolomiten auch den Namen „der bleichen Berge“.

Wie der Riese Haunold dem heutigen Berg seinen Namen verlieh

Mit 2.966 Metern Höhe ist der Haunold der höchste Berg der Haunoldgruppe in den Sextner Dolomiten. Seinen Namen verdankt der Berg bei Innichen der Sage vom Riesen Haunold, dessen Geist angeblich heute noch am selbigen Berg sein Unwesen treibt.

Familie beim Wandern im Herbst

Familie beim Wandern im Herbst. (©IDM Südtirol, Alex Filz)

Ursprünglich handelte es sich beim Riesen Haunold um einen Sohn eines römischen Feldhauptmannes. Zum Riesen wurde er erst, als er als Kind von einer magischen Quelle trank. Gemeinsam mit anderen Riesen bewohnte er sodann das Felsenreich um Innichen und half auf Bitten der Bewohner diesen beim Bau der Stiftskirche. Als Gegenleistung forderte der Riese Haundold eine tägliche, üppige Mahlzeit, die er auch nach Errichtung der Kirche bekommen sollte. Die Versorgung des Riesen wurde der Gemeinde nach einiger Zeit jedoch zu teuer, sodass diese eine Fallgrube für den Riesen errichtete, in welcher der Haunold letztendlich seinen Tod fand.

Der Sage zu Folge lebt der verstorbene Riese auch heute noch am gleichnamigen Berg Haunold. Zum Andenken an den Haunold wurde sogar eine vom Riesen entnommene Rippe in der Vorhalle der Stiftskirche angebracht. Nach wissenschaftlicher Begutachtung dürfte es sich jedoch um einen Knochen eines großen Tieres handeln.

Wundersames Wesen „Olperl“ & Olperl’s Bergwelt in den Sextner Bergen

Ein mysteriöses Wesen lebte einst in den Sextner Bergen. Während es sich am Tag im Wald versteckt hielt, kam es nachts aus seinem Versteck hervor und erschrak die dort lebenden Bauern und vorbeikommenden Wanderer mit lauten Pfiffen. Im Tal erzählte man sich von dessen riesigen und leuchtenden Kulleraugen. Wie auch der Riese Haunold soll auch der Geist des Olperls noch immer in den Sextner Bergen weilen und die Menschen dort erschrecken. Das „Olperl“ ist sowohl den Tieren des Waldes und der Berge als auch seinen Freunden gegenüber freundlich gesinnt. Ob beim Versteckspiel oder um die Wette klettern.

Seine Freunde erleben heutzutage in Olperl’s Bergwelt jede Menge Abenteuer. Begeben auch Sie sich gemeinsam mit Ihrer Familie auf den Rundwanderweg im Erlebnispark am Helm. 10 unterschiedliche Stationen sorgen für spannende Unterhaltung, während der fantastische Ausblick auf die Sextner Dolomiten einfach atemberaubend ist. Mit diesem wie auch vielen weiteren Wanderwegen wird Ihr Urlaub im Hochpustertal einfach unvergesslich!

Urlaub in den Dolomiten anfragen

The following two tabs change content below.
Dietmar Walder

Dietmar Walder

Ich bin Dietmar Walder, wohne in Innichen und arbeite im Leitlhof an der Rezeption. Dort kümmere ich mich um das Marketing, die Kommunikation und die Werbung.
Dietmar Walder

Neueste Artikel von Dietmar Walder (alle ansehen)

Einen Kommentar hinterlassen